Sehnenentzündungen verstehen und schnell behandeln
Eine Sehnenentzündung – auch Tendinitis genannt – ist mehr als nur ein kleiner Schmerz. Sie kann dich beim Sport, bei der Arbeit oder sogar im Alltag ausbremsen. In diesem Beitrag erkläre ich dir, warum sie entsteht, woran du sie erkennst und was du sofort tun kannst, damit du schneller wieder aktiv wirst.
Warum entzündet sich eine Sehne?
Sehnen verbinden Muskeln mit Knochen und werden bei wiederholter Belastung schnell überstrapaziert. Typische Auslöser sind:
- Zu hohe Belastungen ohne Aufwärmen (z. B. plötzliches Sprinten).
- Falsche Bewegungsabläufe beim Heben oder Werfen.
- Alterungsprozesse – ältere Sehnen verlieren Elastizität.
- Plötzliche Richtungswechsel beim Sport (z. B. Tennis, Fußball).
Besonders häufig sind Entzündungen an der Schulter (Rotatorenmanschette), dem Ellenbogen (Tennisarm) und der Achillessehne am Fuß.
Wie erkennst du die ersten Anzeichen?
Typische Symptome sind:
- Ein ziehender oder stechender Schmerz direkt an der Sehne.
- Schwellungen oder ein leichtes „Knirschen“ beim Bewegen.
- Verminderte Kraft und Einschränkung im Bewegungsradius.
- Verstärktes Unbehagen nach längerem Sitzen oder Stehen.
Wenn du diese Zeichen bemerkst, greif sofort zu ersten Maßnahmen – das kann den Heilungsprozess deutlich verkürzen.
Erste Soforthilfe: Kühle die betroffene Stelle für 15 Minuten (mehrmals täglich) und lege das betroffene Gliedstück hoch, wenn das möglich ist. Vermeide Belastungen, die Schmerzen auslösen, und setze stattdessen auf sanfte Bewegungen, die die Durchblutung fördern.
Ein kurzer Spaziergang oder leichtes Dehnen kann helfen, aber schwere Belastungen wie Springen oder schweres Heben sollten weggelassen werden, bis die Schmerzen nachlassen.
Wichtige Hausmittel: Ingwer‑ oder Kurkuma‑Tee wirkt entzündungshemmend. Auch ein warmes Bad mit Epsom‑Salz unterstützt die Muskulatur. Achte darauf, genug zu trinken – Flüssigkeit fördert den Stoffwechsel in den Sehnen.
Falls die Schmerzen nach ein paar Tagen nicht besser werden oder sich sogar verschlimmern, solltest du einen Arzt oder Physiotherapeuten aufsuchen. Dort wird oft eine Ultraschalluntersuchung oder ein MRT gemacht, um die genaue Ursache zu bestimmen.
Im therapeutischen Alltag empfehlen Fachleute:
- Gezielte Physiotherapie mit Fokus auf Dehnung und Kräftigung.
- Manuelle Therapie oder Massagen, um Verklebungen zu lösen.
- Falls nötig, entzündungshemmende Medikamente (z. B. Ibuprofen) für kurze Zeit.
- Bei dauerhaft belasteten Sehnen kann ein Bandage‑ bzw. Orthesen‑Tragen sinnvoll sein.
Ein wichtiger Schritt ist das Training der umliegenden Muskulatur. Starke Muskeln entlasten die Sehne und verhindern erneute Entzündungen. Baue daher regelmäßig leichte Kräftigungsübungen in dein Training ein – Kniebeugen, Wadenheben oder Schulterdrücken mit geringem Gewicht sind gute Optionen.
Prävention tipps:
- Aufwärmen – schon 5‑10 Minuten leichtes Cardio und dynamische Dehnungen.
- Allmähliche Steigerung der Belastung statt plötzliches Maximieren.
- Regelmäßige Pausen beim einseitiger Arbeit (z. B. tippen).
- Richtige Technik – lass dich im Sport von einem Trainer korrigieren.
- Ausreichend Schlaf und genügend Eiweiß für die Regeneration.
Zusammengefasst: Eine Sehnenentzündung ist zwar unangenehm, aber mit schneller Kühlung, Schonung, gezielten Hausmitteln und später gezieltem Training kannst du die Beschwerden meist innerhalb von ein bis zwei Wochen deutlich reduzieren. Bei anhaltenden Problemen ist professionelle Hilfe gefragt, um langfristige Schäden zu vermeiden.
Jetzt bist du besser gerüstet, um Sehnenentzündungen zu erkennen und zu behandeln. Denk dran: Prävention ist immer einfacher als nachträgliche Therapie – also gönn deinen Sehnen die nötige Aufmerksamkeit!
- Mai 11, 2023
- Maximilian Steinfels
- 5 Kommentare
Die Vorteile von Dehnübungen zur Vorbeugung und Erholung von Sehnenentzündungen
Die Dehnübungen sind wirklich effektiv bei der Vorbeugung und Erholung von Sehnenentzündungen. Durch regelmäßiges Dehnen wird die Flexibilität unserer Muskeln und Sehnen erhöht, was dazu beiträgt, das Risiko von Verletzungen zu reduzieren. Außerdem fördert es die Durchblutung und hilft, Schmerzen und Entzündungen zu lindern. Ich habe bemerkt, dass ich mich nach dem Dehnen viel besser fühle und meine Beweglichkeit verbessert ist. Daher empfehle ich jedem, Dehnübungen in seine tägliche Routine einzubauen, um gesund und schmerzfrei zu bleiben.